UrBaN kAoScReW sAnKt PaUlI - SoMeTiMeS aNtISoCiAl - AlWaYs AnTiFaScIsT !!!
ALERTA!
Seit dem vergangenen Spieltag ist es öffentlich: Ein neues Netzwerk hat sich gebildet. Informationen in unserem Flugblatt oder der Homepage:
alerta-network.tk


...AND FOLD!
Unser Flugblatt zur geplanten Einführung des Millerntalers. Geht euch außerdem auf der Petitionsseite informieren. Wir boykottieren, bis das Spiel vorbei ist!
http://www.diverses/usp.millerntaler.pdf


Paparazzi töteten Lady Di

Da dieser Text nicht oft genug gelesen und weitergegeben werden kann, nun auch auf unserer Homepage. Paparazzi töteten Lady Di, unsere Erklärung, warum wir gegen das Gefilme in unserem Block sind.
http://www.ultra-stpauli.com/diverses/ladydi.pdf


Erklärung der Gruppe zur Nichtteilnahme an den Mondiali Antirazzisti

Zitat:
Wir stellen daher in diesem Jahr kein Team und werden bei
den mondiali nicht durch einen Stand vertreten sein.
Einzelpersonen der Gruppe steht es selbstverständlich frei am
Turnier teilzunehmen, jedoch repräsentieren sie in diesem
Moment nicht Ultrà Sankt Pauli.

Mehr in unserem Comunicato:
italiano:  http://www.ultra-stpauli.com/diverses/comunicato-usp-mondiali-ita.pdf
deutsch: http://www.ultra-stpauli.com/diverses/comunicato-usp-mondiali-de.pdf

Angriff auf den Fanladen- gemeint sind wir alle! Stellungnahme zum 17.11.2006

Am Freitag, 17. November, kam es zu einem in dieser Dimension nicht vorher da gewesenen Angriff auf den von USP organisierten Marsch und Besucher des Fanladens. Des Weiteren wurde die Unantastbarkeit der Institution Fanladen massiv mit Füßen getreten. Um eine genaue Übersicht zum Ablauf des Abends zu geben, wollen wir nachfolgend das Ganze chronologisch auflisten um die Tragweite der Vorfälle aufzuzeigen:

Um eine Eskalation mit den zahlreich anwesenden und schon vor dem Spiel negativ aufgefallenen Gästefans sowie der Polizei zu vermeiden, blieb Ultrà Sankt Pauli nach dem Spiel noch eine dreiviertel Stunde länger am Stadion. Somit sollte gewährleistet sein, dass die misslungene Taktik der Polizei aus den letzten Wochen nicht erneut dazu führt, dass Heim- und Gästefans auf der Budapester Straße aufeinander treffen und es zu Eskalationen zwischen den verschiedenen Fangruppen kommt. Als sich der Marsch mit großer zeitlicher Verzögerung in Bewegung setzte, waren sämtliche Erfurter schon auf dem Kiez oder in den S- und U-Bahnen bzw. in ihren Bussen. Dies konnte aus verschiedensten Gesprächen der Polizeibeamten untereinander entnommen werden.

Nichts desto trotz wurde die Budapester Straße von zwei transportablen Flutlichtmasten erhellt, an beiden Seiten standen Wasserwerfer und von Beginn an wurde die ca. 300 Personen große Gruppe von einem zweireihigen, doppelseitigen Spalier begleitet.

An der Kreuzung Detlef-Bremer- und Clemens-Schultz-Straße, direkt vor der Kneipe "Café Miller", gab es eine Streitigkeit zwischen herumstehenden Personen und einem Autofahrer, welcher wild in die Menge fuhr, immer wieder vor- und zurücksetzte und damit in Kauf nahm, Anwesende zu verletzen. Einer der Herumstehenden soll dort die Seitenscheibe des Wagens eingeschlagen haben - zu diesem Zeitpunkt befand sich die Spitze des Marsches jedoch noch an der Einmündung Budapester Str./ Clemens-Schultz-Str., also etwa 50 Meter vom "Café Miller" entfernt. An der betreffenden Kreuzung angekommen, entstand kurzzeitig Verwirrung ob eines eventuellen Angriffes von Erfurtern, da die Polizei den Marsch in zwei Teile spaltete und bereits hier die Teilnehmer massiv bedrängte und schlug. Der deeskalierenden Einwirkung eines Fanladenmitarbeiters und verschiedenen USPlern ist es zu verdanken, dass der Marsch sich nicht provozieren ließ und seinen gewohnten Weg durch die Annenstraße fortsetzten konnte. Bereits hier konnten Gespräche zwischen verschiedenen Polizeieinheiten mitgehört werden, welche auf absolute Unkenntnis der Örtlichkeiten schließen ließ. Offensichtlich wussten einige Polizisten weder wen sie dort begleiteten, noch wo sie waren ("Ist das der Hans Albers Platz?"), oder wohin die Reise gehen sollte.

Höhe Hein-Hoyer-/ Annenstraße reihte sich eine weitere Polizeieinheit vor den Marsch ein und bewegte sich im Laufschritt die Brigittenstraße hoch. Kurz vor dem Marschende zählten die ersten Reihen lachend von zehn herunter und liefen die letzten Meter am Paulinenplatz vorbei bis zum Parkplatz vor dem Fanladen. Dieses "Ritual" wurde von USP schon häufiger benützt, ohne dass es hierbei zu Zwischenfällen kam. Am Freitag nahm eben jene Einheit dies zum Anlass von ihrem Standort auf Höhe des Kinos B5 auf den Fanladeneingang zuzurennen und unter Einsatz ihrer Schlagstöcke wahllos auf alle einzuschlagen, die in ihrer Reichweite waren. Obwohl viele der Betroffenen die Hände sichtbar über ihre Köpfe hoben, wurde weiterhin auf die Leute eingeprügelt. Nachrückende Personen aus dem Fanladen wurden ebenfalls attackiert, sowohl durch Schlagstöcke als auch durch Pfefferspray. Nach minutenlangen Auseinandersetzungen, wobei es vereinzelt zu Flaschenwürfen aus dem Pulk kam, zog sich die betreffende Einheit Richtung Gilbertstr. zurück. Dieser Einsatz hatte zahlreiche Verletzungen zur Folge: Ein Sankt Paulianer erlitt eine Schädelprellung, verlor für mehrere Stunden seinen Gleichgewichtssinn und konnte auf einem Ohr nicht hören. Unzählige Personen hatten mit den Folgen des Pfeffersprays zu kämpfen, selbst ein Vater mit seinem sechsjährigen Sohn auf dem Rücken ist geschlagen worden.

In der nächsten dreiviertel Stunde sammelten sich nun Polizeieinheiten in den umliegenden Straßen. Aufmerksame Beobachter hatten das Gefühl, dass der Fanladen gekesselt werden soll, da die Polizei Straßen absperrte. Das Ziel sollte wohl eine Personenkontrolle in größerem Stil sein.

Die Einheit der Polizei, welche den Schlagstockeinsatz zuvor begann, wartete immer noch in der Bleicherstraße, also nur wenige Meter vom Fanprojekt entfernt. Um ca. 23 Uhr, das Spiel und der Vorfall waren schon fast 2 Stunden vorbei, wurde von der Polizei tatsächlich der Fanladen gekesselt, und es gab die Ankündigung den Fanladen zu betreten um eine Person wegen Beamtenbeleidigung festzunehmen.

Hatte die Polizei an diesem Abend bereits mehrmals das Maß absolut überschritten, drang sie nun auch noch in die Räume eines sozialpädagogischen Projekts ein, welches seine Unantastbarkeit zu bewahren hat, um bestmögliche Arbeit leisten zu können. Circa 10-15 uniformierte Polizisten betraten den Fanladen, nahmen dort von allen Anwesenden die Personalien auf und fotografierten sie. Davon betroffen waren nicht nur diverse Sankt Paulianer von außerhalb und Erfurter Fans, sondern auch ein Mitarbeiter des Fanladens, sowie eine Person aus dem Vorstand von Jugend und Sport e.V., dem Trägerverein des Fanladens. Zudem trat die Polizeieinheit, die den Marsch attackiert hatte, erneut in Erscheinung und betrat ihrerseits den Fanladen, um dort den Keller noch einmal zu durchsuchen. Auch hier blieb die Suche, nach wem oder was auch immer, erfolglos.

Während dieser absolute Skandal im Fanladen vonstatten ging, spielte sich in den umliegenden Straßen ein weiterer ab. Über den Zeitraum einer halben Stunde machten Polizeieinheiten in Autos und zu Fuß dort Jagd auf einzelne Sankt Paulianer auf dem Nachhauseweg. Hierbei wurde in mindestens einem Fall ein Jugendlicher in ein Auto gezwungen und ihm dort mehrmals mit Schlägen und Festnahme gedroht, sobald er sich bewege. Eine Person wurde mit der Androhung von der Schusswaffe Gebrauch zu machen zum Stehen bleiben aufgefordert, an anderen Stellen jagten Polizisten Sankt Paulianer mit offener Autotür durch das Viertel.

Dieser Vorfall reiht sich in die jüngere Geschichte ein. So wurden einem jungen Sankt Paulianer nach dem Osnabrück-Spiel durch einen Polizeibeamten mit protektorenverstärktem Handschuh das Jochbein und der Kiefer gebrochen, sowie 4 Zähne ausgeschlagen.

Nicht nur das unverhältnismäßig gewalttätige Auftreten der Polizei ist zu verurteilen, insbesondere muss die Taktik der Einsatzleitung, die Taktik des Herrn Polizeioberrat Matthias Tresp, hinterfragt werden. Eingesetzte Beamte sind uninformiert über den Weg und das Ziel des Marsches, dessen Teilnehmer werden durch ein martialisches Aufgebot an Einsatzkräften und schwerem Gerät kriminalisiert.

Das 16 Jahre alte Fanprojekt- der Fanladen St. Pauli- wird in seiner sozialpädagogischen Arbeit behindert, indem man die Räumlichkeiten erstürmt und somit der gesamten Fanszene einen geschützten Rückzugsraum nimmt. Ebenfalls muss die Arbeit der zivilgekleideten Szenekundigen Beamten hinterfragt werden. Ihre angebliche Szenekundigkeit hätten sie deeskalierend einsetzen können und müssen, um zu klären, dass der Fanladen kein Angriffsziel für die ankommenden Sankt Paulianer darstellt, sondern das Ziel ihres Marsches ist.

Auch nach dem Magdeburgspiel wird es wieder einen Marsch gemeinsam mit den Stadionverbotlern vom Stadion zum Fanladen geben, wie nach jedem Heimspiel seit Sommer 2004. Er startet kurz hinter dem AFM-Container in Höhe des Telekomgebäudes.

Am Marsch zum Fanladen nehmen erfreulicherweise nicht mehr nur USPlerInnen teil, sondern seit geraumer Zeit auch viele andere Fangruppen und Einzelpersonen. Ein weiteres Ansteigen der Teilnehmerzahl, insbesondere nach dem Magdeburgspiel, wünschen und erhoffen wir uns nun von der Sankt Pauli Fanszene. Wir werden uns, wie bereits die letzten 2 Heimspiele, deutlich später in Bewegung setzten, um eine Konfrontation mit den Gästefans zu vermeiden. Wir werden geschlossen auf der Straße gehen und laut unsere Solidarität mit dem Fanladen kundtun um zu zeigen, dass wir einen Angriff auf unser Fanprojekt nicht akzeptieren.
Lasst uns zeigen, dass nicht wir es sind, die beständig die Eskalationsschraube anziehen. Der Marsch ist friedlich, Provokationen seitens der Polizei werden keine Beachtung finden. Beweisen wir, dass Sankt Pauli auf Repressionen und Polizeigewalt mit einer viel stärkeren Waffe antwortet: mit braun- weißem Zusammenhalt.

Freiheit für die Fans! Der Fanladen bleibt unantastbar! Gegen Polizeigewalt und willkürliche Repression!

27. November 2006


Ultrà Sankt Pauli
Abteilung Fördernde Mitglieder
BallKult e.V.
Blödes Volk
FC42
Skinheads St. Pauli
Südzecken
Utrecht Pöbeln Saufen
Arschrock Jugend St. Pauli
FG Intergalactic
Blunties
West Brigade
Carpe Diem
www.stpauli-forum.de
Alte Knochen
FC Kopfschuss
St. Pauli 1. Alte Herren
Enfant Terribles
Braun weiße Mongos
PunkTown
Scenario Freak
Hotzenplotz Crew
Bolzinferno Sankt Pauli
Wilder Westen
www.kiezkicker.de
crazy pauli supporters
Millerntoristen
Breite Masse
Peter, Pauli & Mary
Frauenfanclub Problemzone
Frauenfanclub Milchschnitten
SURFITS **skapunkdeluxe ut Elmshorn**
Fanclub Ast(r)a Luego
Übersteiger Fanzine
Duo Wohltorf
FC Sankt Pauli Fanclub "RILBFHPA"
de Likedeelers
Fanclub Olympisches Feuer
SG Rotation Prenzlauer Berg Berlin
Roter Stern Altenburg
Fanclub Hafenklang
PARAMATICS
aylasattic.wordpress.com
Fanclub "G.A.S."
mkorsakov.de
Altes Lager Pauli
www.deichkicker.de
Freibeuter-NRW 2006
Fanclub Bunkerkurve Zeckenpack
Millerntor Piraten Havelland
Schleipiraten Kappeln
Pendler St.Pauli
Internetfanclub Netpirates
Sprecherrat der eingetragenen Fanclubs des FC St. Pauli
Chaoticker St. Pauli
www.stpauli.foros.de
Die Lächerlichen
Basis St. Pauli e.V.
Juventus Senile San Paolo - Fanclub der weisen Ultras
Vollmond Altona
Guido Schröter (Comiczeichner)
Arrogante Arschlöcher
Pro Fans Sankt Pauli
Barmbek Basch
Mettbhoiss
WKA Trullerbü
Fanzine Nachgetreten
Simulanten Sankt Pauli
Kranken-Franken
Ultras Neukoelln
Good ol'Boys Elmshorn
St.Pauly Syndikat
No tengo Idea
Chosen Few Hamburg
Fanclub "Wer hat die Fahne?"
Sachsen Leipzig C.S.C.
Sankt Pauli Redside
Filmstadtinferno 99 Ultras Babelsberg
Supporters Babelsberg
Internetfanclub St.Pauli
Fanclub Viva St. Pauli
Brigade Zero
St. Pauli Fan-Club Astra-Style Bochum
Strafraumpogo-Fanzine

Solltet auch Ihr die Stellungnahme unterstützen wollen, schreibt uns einfach an!

USP-Seidenschals

Neben unseren neuen, auf dem Antira-Turnier erstmals verkauften braunen Seidenschals (Aufschrift "Ultrà Sankt Pauli - You'll never walk alone") kursieren deutschlandweit bei unterschiedlichen Händlern nicht-autorisierte USP-Seidenschals.
Diese haben einen weißen Hintergrund und sind mit brauner Schrift bedruckt. Unser Aufruf an euch alle: Kauft diese Schals nicht und klärt die Leute, die diese Schals kaufen wollen über den Hintergrund auf. Fakt ist: es gibt im Moment definitiv keine weißen Seidenschals von USP, wer euch eben solche anbietet, will euch verarschen. Und in unserem Block wollen wir diese Schals schon mal gar nicht sehen, das sollte klar sein!



Stellungnahme zu dem Angriff der Polizei auf den USP- Marsch nach dem Düsseldorfspiel

Circa eine halbe Stunde nach Abpfiff der Regionalligapartie FC St. Pauli gegen Fortuna Düsseldorf am 18.02.06 sammelten sich die Mitglieder von Ultrà Sankt Pauli und Personen aus dem Umfeld wie nach jedem Spiel am AFM- Container um gemeinsam vom Stadion zum Fanladen zu gehen. Bereits vor dem Losgehen erreichte uns die Nachricht, dass an der kommenden Kreuzung zur Budapester Straße Beamte der BFE (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit) und weitere uniformierte Einheiten unter anderem mit Hunden auf uns warten würden. Da es keinen ersichtlichen Grund gab und das Verhältnis mit Düsseldorf-Fans nicht negativ ist, wurde in diversen Gesprächen abgestimmt, besonders deeskalierend vorzugehen und zu erwartende Provokationen seitens der Polizei zu ignorieren.

Absolut ohne ersichtlichen Grund griff die Polizei trotzdem schon nach wenigen Metern den Marsch der Gruppe an, nahm eine Person in Gewahrsam und verletzte viele Fans durch Knüppelschläge. Ultrà Sankt Pauli bewegte sich von diesem Zeitpunkt an ausnahmslos rückwärts in Richtung AFM-Container, wurde jedoch immer wieder von der BFE massiv angegriffen und zum Teil verletzt, mit dem offensichtlichen Ziel, eine Gegenreaktion zu provozieren. Die Gruppe lief daraufhin geschlossen zurück zum AFM- Container, um einen räumlichen Abstand zur prügelwütigen Polizei zu schaffen und von dort nach einiger Zeit erneut zu starten. Durch Verletzungen dezimiert, konnte die Gruppe ihren Marsch zum Fanladen durchführen und erst dort anfangen die Dimension des Angriffes zu begreifen. Auslöser des Angriffs und Grund für die Festnahme soll ein Hitlergruß gewesen sein, die Polizei beließ es bei einer Verwarnung. Wohl wissend, dass es sich um einen geplanten Angriff der Polizei handelte, sind wir doch überrascht, welche Dreistigkeit bei der Legitimation von Polizeigewalt eingesetzt wird. In diesem Fall wird ein Hitlergruß von USPlern erfunden, dummdreist im Hinblick auf das antifaschistische Engagement und die politische Positionierung unserer Gruppe. Die Einsatzleitung macht sich nicht einmal die Mühe, sich glaubwürdigere Vorwürfe zu konstruieren. Jede dummdreiste Lüge scheint geeignet und wurde sogar gegenüber Mitarbeitern des Fanladens geäußert, die in der Situation immer wieder versuchten, die Beamten zu beruhigen und die Situation zu entschärfen. Wir wehren uns hiermit entschieden gegen Angriffe auf den Marsch und kündigen an, diesen nicht mehr durchzuführen, sofern wir weiterhin mit Polizeigewalt rechnen müssen, sondern einzeln den Weg zum Fanladen oder zu unseren Kneipen im Viertel anzutreten. Die Idee des Marsches ist es, ein gemeinsames Erlebnis nach den Spielen unseres FC St.Pauli zu schaffen, in dessen Rahmen unseren Stadionverbotlern wenigstens ein paar Minuten mit Gesängen und Freunden geboten werden.

Wir wehren uns auch entschieden gegen die Taktik der szenekundigen Beamten, sich als fanfreundlicher Teil der Polizei auszugeben, welcher zwischen Uniformierten und Ultras vermittelt. Die SKBs sind Teil des Angriffes gewesen und generell eine der größten Wurzeln der Repression gegen Fans. Daher ist ihre Selbstdarstellung durchschaubar und verachtenswert.

Ultrà Sankt Pauli fordert alle SympathisantInnen auf, den Marsch jedes Spiel zu dem zu machen, wofür er gedacht ist: Ein gemeinsames Erlebnis von Freunden mit Gesang und Fahnen, einem direkten Ziel- unserem Fanladen- aber ohne Polizeipräsenz, Polizeiprovokation und insbesondere ohne Polizeiübergriffe.


Gegen Polizeigewalt und Repressionen!
Verbannte - immer mit uns!
Ultrà Sankt Pauli im Februar 2006



Stellungnahme von Ultrà Sankt Pauli zum "Aufruf gegen Gewalt" des Fanladens

Nach dem Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena und den damit verbundenen Szenen im Stadionumfeld veröffentlichte der Fanladen St. Pauli mit zeitlichem Abstand einen „Aufruf gegen Gewalt“. In diesem enthalten sind diverse Unwahrheiten über das Verhalten von Sankt Paulianern, verbunden mit Pauschalisierungen.

Nicht nur auf Grund von „Kleidung und Aussehen“ einiger Jena Fans ist es am 01.10.05 zu Konfrontationen gekommen, sondern wegen eines nicht geringen Teils der CZJ- Anhängerschaft, welcher als gewaltsuchend und rechtsoffen bis rechtsradikal bezeichnet werden kann und sich auch so darstellte. Bereits direkt nach Abpfiff marschierte auf der Budapesterstraße ein Wanderkessel unter „Zick-zack-Zigeunerpack“–Rufen und suchte die Eskalation mit den Heimfans. Nach Provokationen vor dem Spiel im Bereich des AFM-Containers war spätestens jetzt die Mär von durchgehend friedlich feiernden Jena-Fans zerstört. Es lässt sich aus der Reaktion der Sankt Pauli Fanszene daher auch in keiner Weise eine irgendwie geartete generelle Ablehnung von Ostfans konstruieren, stattdessen ist es vielmehr eine Ablehnung gegen rechtes Gedankengut, welches bei Anhängern von Ostvereinen oftmals stärker vertreten ist. Die guten Kontakte und Freundschaften nach Babelsberg, Leipzig oder auch Jena führen den Vorwurf des latenten Rassismus ad absurdum. Nur zur Verdeutlichung sei erwähnt, dass es schon vorher Kontakte nach Jena gab und sich nach dem Spiel St. Pauli- und Jena-Ultras zum netten und interessierten Gespräch trafen. Normale Jena-Fans wurden in die Auseinandersetzungen nicht hineingezogen.

Das Thema Ostfeindlichkeit darf und soll jedoch zu jedem Zeitpunkt diskutiert werden und selbstverständlich gilt es auch da, eventuell vorherrschende Abneigungen abzubauen. In der aktuellen Debatte spielt das aber unserer Meinung nach keine Rolle.

Wir wehren uns auch gegen den Versuch des Aufrufes, die Bekleidungsmarke „Thor Steinar“ zu relativieren. Sie wird von Brandenburger Nazis mit einer eindeutigen Naziästhetik und -symbolik für Nazis produziert und vertrieben. Die Gewinne fließen somit direkt in die Neonazi-Szene zurück und das Tragen der Marke kann als direkte Unterstützung angesehen werden. Auf Grund des Presserummels um das Logoverbot sollte den Trägern dieser Kleidung ein ausreichendes Problembewusstsein zugesichert sein. „Thor Steinar“ wird heute aus politischer Motivation und/oder als Provokation getragen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass es in Ostdeutschland leichter ist, diese Kleidungsstücke zu erwerben, und somit die theoretische Möglichkeit besteht, dass Menschen in Ausnahmefällen wirklich nicht wissen, was sie da tragen, so ist dennoch die Annahme, dass Fans, die regelmäßig zum Fußball gehen und mit Nazisprüchen am Millerntor provozieren, nur unbewusst „Thor Steinar“-Kleidung tragen, nicht nachvollziehbar.

Die Gründe für den Aufruf liegen noch im Dunklen. Offensichtlich hat der Verein erneut versucht, in Kollaboration mit der Polizei eine Spaltung der Fanszene voranzutreiben und den Fanladen zu diskreditieren. Erneut ist dies nicht gelungen. Und erneut tätigen Präsidiumsmitglieder im gleichen Zeitraum eindeutige Aussagen, Sankt Pauli löse die Probleme mit Rechtsradikalismus selber - durch seine Fans. Erneut wird der schwarze Peter in solchen Dingen dem Fanladen zugeschoben, damit sich der Verein nicht positionieren muss – letztlich auch positionieren zu seiner oft heuchlerischen Art, mit dem Themenkomplex Antifaschismus und Rebellentum umzugehen. Vermarktet und zur Profilierung eines verkaufsfördernden Image wird das alles gern benutzt, Fahnen mit zerschlagenen Hakenkreuzen, Che Guevara, zig andere Sachen. Und nicht zuletzt natürlich das ständige Kokettieren mit diesen Werten und Handlungen, ohne die der Verein lange nicht das wäre, was er heute noch immer ist. Wir sind jedoch nicht bereit, uns diesbezüglich in der Wahl der Mittel spalten zu lassen.

Es bleibt also alles beim Alten: Der Verein arbeitet mit dem Image der Fans und arbeitet zeitgleich Hand in Hand mit der Polizei wie kein vorangegangenes Präsidium, mit dem Ziel Sankt Pauli Fans in verschiedene Lager zu spalten. Und auch das bleibt wie es ist: Es wird misslingen!

Ultrà Sankt Pauli im November 2005



es ist euch sicher nicht verborgen geblieben, dass wir die News auf dieser Seite mittlerweile nichtmehr pflegen. Wir möchten euch ans Herz legen, euch in der Gazzetta d'igital, unserem Newsletter zu registrieren, da wir unsere Neuigkeiten über dieses Medium bequem und direkt in eure Inbox verschicken.
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Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, so verweisen wir euch hier auf die Kontaktmöglichkeiten.

Ansonsten viel Spass auf der Seite,
FORZA SANKT PAULI



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